Perspektiven von Usability

DIN ISO/IEC 25000 – Software engineering – Software product Quality Requirements and Evaluation – SQuaRE

Die ISO/IEC 25000-Norm („Software engineering – Software product Quality Requirements and Evaluation – SQuaRE“) ist der Nachfolger von ISO/IEC 9126 und stellt einen Leitfaden für Qualitätskriterien und die Bewertung von Softwareprodukten dar. Die neue Definition nähert sich mehr an den ISO 9241-11 Standard an. Laut Bevan existieren zwei Typen, um Usability messen zu können: Jene, welche die Ergebnisse eines gesamten Systems messen („Quality in use“) und andere, welche die Qualität der Benutzeroberfläche („Interface-Usability“) messen.[1] Bereits ISO/IEC 9126-1 stellte den Begriff „Quality in use“ in den Mittelpunkt, welcher folgendermaßen definiert wurde:

            “Quality in use: the capability of the software product to enable specified users to achieve specified goals with effectiveness, productivity, safety and satisfaction in specified contexts of use.”[2]
  „Quality in use“ kann dazu verwendet werden, die Qualität von Software in einem spezifischen Kontext zu messen (in einem echten oder simulierten Umfeld). Bestimmt wird „Quality in use“ durch die Faktoren Software, Hardware, Betriebsumgebung, NutzerInnen-Charakteristika, Aufgaben und soziales Umfeld.[3] Die aktuelle Version ISO/IEC 25010-2 (2008) untergliedert „Quality in use” in folgende Bereiche: Quality in use
Abbildung 14: Quality in use in der Definition nach ISO/IEC 25010.2[4]
  Der für die vorliegende Arbeit relevante Teil ist der Bereich „Usability in use“. Die Definitionen von „Usability in use“, Effektivität, Effizienz und Zufriedenheit basieren alle auf der ISO Norm 9241-11 und sind somit sehr ähnlich. Zufriedenheit wird allerdings zusätzlich noch in weitere vier Subkategorien geteilt:
  • Likability (Sympathie): Zufriedenheit mit pragmatischen Zielen
  • Pleasure (Freude): Zufriedenheit mit hedonischen Zielen
  • Comfort (Bequemlichkeit): Physische Zufriedenheit
  • Trust (Vertrauen): Zufriedenheit mit der Sicherheit[5]
 
[1] Vgl. Bevan, 2008, S. 13f.
[2] Bevan, 2001, S. 538.
[3] Vgl. ISO/IEC, 2008, S. 21.
[4] Vgl. Abbildung aus: Bevan, 2008, S. 14.
[5] Vgl. Bevan, 2008, S. 14.